Berufsschulstufe

Die Berufsschulstufe hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler umfassend auf das Erwachsenenleben vorzubereiten.

Derzeit besuchen 38 Schülerinnen und Schüler die Berufsschulstufe. Neben Bildungsaufgaben wie der Orientierung in der Öffentlichkeit, der Vorbereitung auf das selbständige Wohnen, der Erweiterung der Fähigkeit zum Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte und Partnerschaften sowie der Vorbereitung auf die Nutzung von Freizeitangeboten, strebt sie eine breit angelegte berufsorientierende und vorberufliche Bildung an.

Schwerpunkte der berufsvorbereitenden Bildung: Technisches Werken, in der Textilarbeit und im hauswirtschaftlichen Unterricht. Von besonderer Bedeutung sind dabei regelmäßige Praktika in der WfbM (Heim Pfingstweid, Liebenauer Werkstätten und Lehenhof) und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen mindestens drei Jahre die Berufsschulstufe und wechseln danach entweder in eine berufliche Tätigkeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beziehungsweise auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder sie werden im sogenannten Förder- und Betreuungsbereich einer entsprechenden Einrichtung weiter gefördert. Einzelne Schüler wechseln nach ein oder zwei Jahren in die Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE).

  • Arbeit in der Schulwerkstatt
  • „Dienstleistungstag“ mit folgenden Angeboten: Hauswirtschaft in der Schulküche, Arbeitsgruppe Kunst, Arbeitsgruppe Werkstatt, Praktika
  • Praktika in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Pfingstweid (freitags) und in den Liebenauer Werkstätten (dienstags) sowie individuell auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Wohnen in der Trainingswohnung
  • Lesen, Schreiben, Rechnen in differenzierten Arbeitsgruppen
  • Themenschwerpunkte und Projekte (zum Beispiel Bau der Funkenhexe, Herstellung von Weihnachtskarten, Vorbereitung und Durchführung von Basaren)
  • Schwimmen und Sport
  • AG-Nachmittag (donnerstags) mit den Angeboten: Klettern, Kanufahren, Fußball, Musik, Skilanglauf

Die Berufsschulstufe hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler umfassend auf das Erwachsenenleben vorzubereiten. Neben Bildungsaufgaben wie der Orientierung in der Öffentlichkeit, der Vorbereitung auf das selbständige Wohnen, der Erweiterung der Fähigkeit zum Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte und Partnerschaften sowie der Vorbereitung auf die Nutzung von Freizeitangeboten, strebt sie eine breit angelegte berufsorientierende und vorberufliche Bildung an.

Der berufsvorbereitende Auftrag der Berufsschulstufe besteht nicht in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Übernahme einer bestimmten Tätigkeit in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder in einem Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, sondern in der Vermittlung einer beruflichen Grundbildung.

Eingeführt werden die Schülerinnen und Schüler zudem in die Erledigung von Arbeiten, die regelmäßig in der Schule, im Elternhaus, in der Werkstatt für behinderte Menschen oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anfallen können. Von besonderer Bedeutung ist die Verbindung praktischer Arbeiten in der Schulwerkstatt, der Küche und den übrigen Arbeitsräumen der Schule mit allgemeinen Bildungsaufgaben, insbesondere der kognitiven, sprachlichen, sozial-emotionalen und psychomotorischen Förderung.

Unter dem Motto: „Der Zukunft entgegen gehen“ – Wege ins Arbeits- und Berufsleben an der Tannenhag-Schule in Friedrichshafen, hat sich das Lehrerkollegium auf einen längerfristigen Weiterentwicklungsprozess eingelassen.

Ermutigt durch nachweislich erfolgreiche berufliche Integration von Menschen mit einer geistigen Behinderung auf dem sogenannten allgemeinen Arbeitsmarkt in jüngster Vergangenheit, sieht die Tannenhag-Schule heute ihren Auftrag die Schülerinnen und Schüler sowohl auf die WfbM als auch auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dieses Anliegen wird durch weitreichende sozialpolitische Veränderungen unterstützt. Insbesondere durch das SGB IX (2001) sind für Menschen mit Behinderungen die Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben deutlich gestärkt worden.

Der bisherige Schulentwicklungsprozess der Tannenhag-Schule

2007/08: Erstmals werden mit den Schülerinnen und Schülern Gespräche nach dem Ansatz der „Persönlichen Zukunftsplanung“ geführt. Stärken und Fähigkeiten sowie die beruflichen Wünsche der Schülerinnen und Schüler stehen dabei im Mittelpunkt. Es war bisher ein sehr intensiver und erfolgreicher Prozess. Die Frage „Warum dies alles?“ wurde durch unsere Schülerinnen und Schüler beantwortet: Sie wollen eine echte Wahlmöglichkeit haben – und wir wollen hierzu die Voraussetzungen schaffen.

2006/07: Die Modellklasse „WIB“ (Wege ins Berufsleben) wird erstmals an der Tannenhag-Schule eingerichtet. Angestrebt wird eine langfristige duale Qualifizierung mit dem Ziel einer Übernahme auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

2005/06: Teilnahme am Modellprojekt „PIC“ des IFD. Ein Schüler wird intensiv und erfolgreich (er erhält einen Arbeitsvertrag in einer Schreinerei) auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Einführung jährlicher Berufswegekonferenzen.

2004/05: Teilnahme am Modellprojekt „Perspektive“ des IFD. Mehrere Schülerinnen und Schüler nehmen an verschiedenen Qualifizierungsseminaren teil.

2003/04: Einzelne Schülerinnen und Schüler absolvieren Praktika auf dem sogenannten allgemeinen Arbeitsmarkt – begleitet durch den IFD im Rahmen des „Perspektive-Modells“.

2002/03: Verbindliche Einführung von Tagespraktika für alle Schülerinnen und Schüler der Werkstufe in den WfbM Liebenau und Pfingstweid.

2001/02: Aufbau eines tragfähigen Netzwerkes mit den WfbM Liebenau, Pfingstweid und Lehenhof, dem IFD, der Agentur für Arbeit, dem Landratsamt (Schulamt und Eingliederungshilfe) sowie verschiedenen Betrieben.